Bericht 11. Bonner Mediationstag

11. Bonner Mediationstag

Unter dem Motto Spirit der Mediation: Philosophie – Energie – Rituale trafen sich am vergangenen Samstag in Bonn Bad Godesberg ca. 100 Interessierte und Mediatoren und folgten damit der Einladung der Regionalgruppe Bonn/Rhein-Sieg im Bundesverband Mediation e.V. sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. in Kooperation mit der VHS Bonn.

Gut organisiert und gut gelaunt startete ich in einen Samstag voller Erwartungen: ein Vortrag, zwei Workshops und drei erquickende Pausen die Möglichkeit zum Austausch boten.

Den Auftakt leistete niemand geringeres als Prof. Dr. Leo Montada, der mit einem Füllhorn aus Erfahrung seine eigene psychologische Sicht auf das Thema Konfliktmediation darlegte.
Sein Vortrag mit dem Thema „Anregungen zur Konfliktmediation aus psychologischen Perspektiven“ wurde intensiv aufgesogen.
Sein darin formulierter Vorschlag, den Medianten mehr an die Hand zu nehmen und selbst als Weggestalter zu aggieren, indem man vorschlagreich mediiert, wurde von den Teilnehmenr kritisch diskutiert.

Danach führten Brigitte Emunds und Jana Goldmann mit ihrem Workshop „In Eine Fülle der Möglichkeiten“ in die Mediation ein, indem sie die Wichtigkeit von gutem Handwerkszeug und Intuition darstellten.
Was war die Erkenntnis?
Ein tolles tool zum Kennenlernen (Zeitungspapier verformen).
Was hat mich überrascht?
Dass von den 16 Teilnehmern aus allen Lebenswelten andere Eindrücke in die Mediation kamen.
Was nehme ich in meinen Alltag mit?
Die Frage, zu welchen der anderen Teilnehmer würde ich als Mediant gehen und die Antwort.

Im zweiten Workshopblock wurden in Themen wie Yoga, Geschichten und Metaphern, Persönlichkeitsstile und Onlinemediation eingeführt. Besondere Beliebtheit erfuhr das Thema „Organisationsaufstellung –
Implizites Wissen für die Mediation nutzen“.
Ulrich Markowiak stellte praxisnah und vortragsreich das Thema Organisationsaufstellung dar. Der Workshop bot einen Schauplatz der Irrungen und Wirrungen (nicht nur auf Seiten der Teilnehmer).
Was war die Erkenntnis?
Aufstellung ist nichts für unausgebildete Effekthascher.
Was hat mich überrascht?
Dass das Thema so viel Interesse auf sich zog.
Was nehme ich in meinen Alltag mit?
Man kann auch mit Wachsmalern ganz hervorragend Flip-Charts gestalten.

Ein Zusammenkommen und Reflektieren in Kleingruppen brachte uns Interessierte näher zusammen und gab einen Einblick in die anderen Workshopthemen.

Am frühen Abend stellte sich ein Gefühl von Befriedigung und Befreiung ein. Ich konnte mit gut gefülltem Bauch, Herz und Kopf den Heimweg antreten.